Commercial Due Diligence eines jungen Lifestyle E-Commerce

Ein Private-Equity-Unternehmen bat wdp um die Evaluierung eines noch sehr jungen, schnell gewachsenen E-Commerce im Bereich Luxusgüter. Das Target hatte in seinen Anfängen stark auf Social Media Advertising gesetzt und war zudem sehr aktiv im Bereich Influencer Marketing. Ziel war es herauszufinden, ob Marketingprozesse und Marke so aufgebaut waren, dass Erfolg und Dynamik der letzten Jahre auch künftig weitergeschrieben werden konnten.

Herausforderung:

Aufgrund des geringen Alters des Unternehmens waren viele Prozesse und Informationen noch nicht dokumentiert und mussten durch Management-Interviews eingeholt werden. Des Weiteren erschwerte die Gesamtbeurteilung, dass das Unternehmen Marke und Branding innerhalb der letzten Jahre sowohl online als auch offline aufgebaut hatte.


Vorgehen:

Zunächst erarbeitete wdp gemeinsam mit dem Auftraggeber einen Hypothesenkatalog zum Wachstumsmotor des Targets bzw. des Marktes, in dem es operierte. Besonderer Fokus lag auf der Frage, welche die Wertetreiber des Geschäftsmodells waren und ob Planung, Organisation und Prozesse danach ausgerichtet waren. Auch geklärt werden sollte, ob die geplante Produktdiversifikation Aussichten auf Erfolg hatte.

In einem zweiten Schritt sammelte wdp die erforderlichen Daten, um die Hypothesen zu verifizieren bzw. falsifizieren. In diesem Zusammenhang wurden Daten aus den Systemen des Targets sowie Drittquellen herangezogen und Management-Interviews durchgeführt. Im Anschluss wertete wdp die gewonnenen Erkenntnisse aus.

Projektergebnis und Kundennutzen:

Ergebnis der Analyse war, dass das Target zwar bislang mit einer sehr soliden Entwicklung aufwarten konnte, sein Marketing allerdings zu früh konsolidiert hatte. Die Fokussierung auf performante Kanäle und Kampagnen war zwar aus KPI-Sicht zu begründen, hatte aber einen Einbruch der für Luxusgüter essentiellen Markenbekanntheit zur Folge. Auch ein Strategiewechsel im Influencer Marketing von „Schwergewichten“ mit großer Reichweite hin zu kleineren Influencern hatte das Brand Building empfindlich gestört. Als Konsequenz war die Markenentwicklung deutlich hinter den Wettbewerbern zurückgeblieben. Ein künftiges Wachstum auf gleicher Ebene wie bislang konnte, auch unter Berücksichtigung einer geplanten Produktdiversifikation, nicht mehr erwartet werden.

Diese Erkenntnisse teilte wdp in Form eines Red Flag Reports mit dem Auftraggeber. Diesem lag damit eine umfassende Entscheidungsvorlage vor.

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