Due Diligence eines Onlinemarktplatzes für Finanzdienstleistungen

Unser Kunde, ein führender Anbieter von Finanzdienstleistungen, erwog, sein bislang rein offline betriebenes Geschäft durch den Zukauf eines Online-Marktplatzes für Finanzdienstleistungen digital auszuweiten. wdp sollte prüfen, in wie weit die kommerzielle und technische Aufstellung des Targets langfristig erfolgversprechend war und ob der Zukauf eine sinnvolle Ergänzung des Offline-Geschäfts darstellen könnte.

Herausforderung:

Beim Zielunternehmen handelte es sich um einen Marktplatz, auf dem der Auftraggeber selbst noch nicht vertreten war, wohl aber viele der Konkurrenten. Es herrschte Unklarheit darüber, ob ein Zukauf strategisch sinnvoll wäre, da damit die Veränderung des eigenen Geschäftsmodells vom reinen Anbieter hin zu einem Vermittler von Angebot und Nachfrage einhergehen würde.

Das Projekt musste unter extremen Zeitdruck fertiggestellt werden. Für die Analyse und Auswertung blieben wdp nur wenige Tage.


Vorgehen:

wdp unterzog das potentielle Kaufobjekt einer genauen Prüfung und legte dabei u.a. besonderes Augenmerk auf Abhängigkeiten, Reichweite, Conversion und Product Roadmap. Der vorab erstellte Hypothesenkatalog konnte durch Interviews mit Fach- und Führungspersonal vor Ort sowie einer systematischen Erhebung von Daten verifiziert werden.

Hierbei zeigte sich, dass ein Zukauf auf mehreren Ebenen problematisch war: Das Target war eng mit einem anderen Unternehmen verflochten, diese Integration zu lösen wäre gleichermaßen riskant und komplex. Die Produkt-Pipeline wies auf den ersten Blick einige interessante Ansätze auf – u.a. einige Produkte im Bereich künstliche Intelligenz (AI) – war aber bei genauerer Analyse nicht realistisch. Zudem waren Herausforderungen auf personeller Ebene zu erwarten, da das Management des Targets einer Akquise sehr kritisch gegenüberstand.

Projektergebnis und Kundennutzen:

wdp übermittelte dem Kunden in Form eines Red Flag Reports ein klares und ehrliches Bild des Targets, das ihn befähigte, eine fundierte Entscheidung zu treffen. Zudem zeigte wdp dem Kunden eine Alternative zur Akquise auf: Die Möglichkeit, die Software des Targets zu lizenzieren, um darauf aufbauend eine Lösung für den eigenen Vertrieb zu entwickeln. Auf Basis dieser Entscheidungsvorlage entschied sich der Kunde gegen einen Zukauf und prüfte die Lizensierung.

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