Evaluation eines anorganischen Investments in ein Bildungs-Startup

Eine führende Verlagsgruppe bat wdp um Unterstützung bei der Evaluation eines anorganischen Investments. Dem Kunden lag ein Kaufangebot für ein Bildungs-Startup vor.

In Zusammenarbeit mit den Führungskräften des Kunden und des Zielunternehmens sollte wdp Potentiale im Falle einer positiven Kaufentscheidung ermitteln. Es galt zu prüfen, welche Synergieeffekte im Falle eines Kaufs zu erzielen waren und wohin der Kunde das Startup mit den firmeneigenen Assets entwickeln könnte.

Herausforderung:

wdp musste in knapp bemessener Zeit gemeinsam mit den Geschäftsbereichen ermitteln, welche Produktentwicklungen im Falle des Kaufs denkbar waren. Dieser Prozess, der sonst Monate oder Jahre in Anspruch nimmt, wurde bei gleichzeitig hohen Qualitätsansprüchen massiv verkürzt.


Vorgehen:

In strukturierten Interviews befragten wir die Geschäftsbereiche des Kunden getrennt voneinander nach ihren Vorstellungen und den Potentialen, die sich für sie durch die Kaufentscheidung ergaben. Hierbei stellte sich heraus, dass die von den Geschäftsbereichen erwarteten Chancen in der Zusammenarbeit stark voneinander abwichen.

Der intensive Prozess hat uns die Augen geöffnet und gezeigt, dass ein Engagement beim vermeintlichen Hoffnungsträger für uns nicht interessant ist.

Anhand der bestehenden Zielgruppenkontakte und Vertriebswege berechneten wir potenzielle Synergieeffekte: Wie viele Neukunden konnte der Auftraggeber dem Zielunternehmen nach dem Kauf zuführen? Welche Maßnahmen und Kosten waren im Gegenzug erforderlich? In einer intensiven Analyse der Key Performance Indikatoren des Zielunternehmens untersuchten wir mögliche Entwicklungsszenarien.

Mit diesen Vorlagen traten wir in den Workshopprozess mit den Führungskräften der beiden Unternehmen. Die Workshops gestalteten wir nach Prinzipien des Lean Managements auf Basis einer auf die Situation angepassten Business-Canvas. Die Ergebnisse der Workshops verdichteten wir anschließend in einer Entscheidungsvorlage für die Geschäftsführung.

Projektergebnis und Kundennutzen:

In unseren Analysen stellte sich heraus, dass die zu erzielenden Synergiewerte im Falle eines Kaufs von geringerer Relevanz waren als erwartet. Stattdessen sprach die bisherige Performance des Startups gegen eine Kaufentscheidung.

Die vorhandenen Key Performance Indikatoren des Zielunternehmens verwiesen darauf, dass das Produkt nicht so gut funktionierte wie zunächst angenommen. Auch bei umfangreichen Synergieeffekten schien das Investment nur begrenzt lohnenswert. Der verlangte Kaufpreis stand daher nicht in Relation zu den zu erwartenden Erlösen.

Der Kunde entschloss sich auf Basis der formulierten Entscheidungsvorlage gegen das Investment.

Weitere Projekte