Sell-Side CDD und Transaktionsbegleitung für einen Zulieferer

Das in finanzielle Schieflage geratene Industrieunternehmen befand sich in einer akuten Notsituation: Der derzeitige Kapitalgeber wollte sich zurückziehen. Der fachlich sehr versierte aber in Bezug auf die Kapitaleinwerbung unerfahrene Unternehmer benötigte konzeptionelle Unterstützung bei der Wahl des optimalen Vorgehens, der Suche nach potentiellen Investoren und den Verhandlungen.

Herausforderung:

Das Unternehmen hatte einen neuen Geschäftszweig aufgetan, der zwar großes Potential besaß, sich aber noch nicht bewährt hatte. Das bereits etablierte Kerngeschäft erwirtschaftete kaum Überschüsse. Die Finanzlage war aufgrund hoher Zinslasten äußerst angespannt.

Eine besondere Herausforderung lag darin, dass das Beratungsprojekt zwar formell vom Gründer aber de facto vom damaligem Kapitalgeber in Auftrag gegeben wurde. Der Unternehmer hegte sehr hohe Erwartungen an die Unternehmensbewertung, während der Kapitalgeber auf einen schnellen Exit „ohne Rücksicht auf Verluste“ drängte, da er nicht mehr an das Unternehmen glaubte.


Vorgehen:

Zunächst wurde in einer Commercial Due Diligence die aktuelle Lage des Unternehmens erfasst. Audits vor Ort, Kunden- und Experteninterviews sowie eine Analyse der Sales-Pipeline brachten Klarheit über die Risiken, die potentielle Investoren als Red Flags ansehen würden. So konnten mehrere Optimierungsmaßnahmen identifiziert und umgesetzt werden, die sich positiv auf Unternehmenswert und Investorensuche auswirkten.

Ohne die gemeinsame Vorbereitung, die angebahnten Kontakte und den zielgerichtet moderierten Verhandlungsprozess hätten sich unserem Unternehmen diese Perspektiven nie eröffnet.

Die Suche nach Kapitalgebern bildete den zweiten Teil des Projekts. Hierfür wurden zunächst ein Businessplan und eine professionelle Unternehmensbeschreibung erstellt sowie eine Unternehmensbewertung durchgeführt. Anschließend wurden potentielle Investoren identifiziert und kontaktiert. In anonymen ersten Gesprächen konnte eine Vorauswahl mehrerer vielversprechender Kandidaten getroffen werden.

Im letzten Schritt wurden die Gespräche und Verhandlungen zwischen dem Unternehmer und den Interessenten moderiert und der Bieterwettbewerb bis hin zum Abschluss des Deals gemanagt. Die Buy-Side Due Diligence konnte mit Daten und Erkenntnissen aus der Sell-Side DD unterstützt werden.

Projektergebnis und Kundennutzen:

Aufgrund der sorgfältigen Vorbereitung und der akribischen Suche nach geeigneten Investoren konnten die Erwartungen der Auftraggeber an den Verkauf deutlich übertroffen werden. Die Befürchtung, „irgendein“ Angebot annehmen zu müssen, bewahrheitete sich nicht. Stattdessen kam es zu einem Bieterwettbewerb zwischen zwei Unternehmen, der letztlich in einer Übernahme der Mehrheitsanteile durch einen Weltmarktführer resultierte. Alle Gläubiger konnten bedient und der bisherige Investor voll ausgezahlt werden, der Gründer erhielt ein attraktives Package.

Der neue Investor brachte sowohl die Vertriebsstrukturen als auch die notwendigen Ressourcen mit, um den neuen Geschäftszweig nachhaltig auszubauen und weiterzuentwickeln. Ein Jahr nach dem Verkauf hatte sich das Projektvolumen bereits vervielfacht.

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