Validierung der Business- und Investitionsplanung für den Digitalbereich

Ein führender deutscher Fachverlag bat wdp um Überprüfung der Finanzplanung für den Digitalbereich.

Herausforderung:

Der Verlag hatte über Jahre hinweg einen mehrstelligen Millionenbetrag in das Digitalgeschäft investiert, darunter in verschiedene Reichweitenportale, Paid-Content sowie B2B-Angebote. In den Vorjahren waren die Umsätze jedoch stets hinter den eigenen Planungen zurückgeblieben. Für die kommenden Jahre waren weitere Investitionen geplant, unter anderem auch in die Internationalisierung des Digitalgeschäfts. Angesichts der unbefriedigenden bisherigen Ergebnisse bestand jedoch hohe Unsicherheit, ob die Digitalinvestitionen in der vorgesehenen Höhe fortgeführt werden sollten.


Vorgehen:

In einem Kurz-Check überprüfte wdp die betroffenen digitalen Geschäftsfelder hinsichtlich ihrer bisherigen Performance und ihrer Zukunftsaussichten. Neben einer Interview-Reihe mit den betroffenen Mitarbeitern wurden hierzu die internen Finanz-, Traffic- und Vermarktungskennzahlen ausgewertet und durch externe Marktanalysen ergänzt.

Eine detaillierte Traffic-Analyse brachte zum Vorschein, dass die bisherigen „Erfolge“ im Reichweiten-Aufbau fast ausschließlich durch Zukäufe erreicht worden waren, während das operative Geschäft stagnierte.

Für die Paid–Content-Angebote nahm wdp eine Wettbewerbsanalyse vor. Insbesondere wurde dabei überprüft, ob der vermeintlich einzigartige Reise-Content nicht bei anderen Anbietern kostenlos erhältlich war. Im Ergebnis wurde festgestellt, dass die Bezahlangebote weder heute noch in Zukunft eine Aussicht auf Erfolg hatten, so dass eine Einstellung ratsam schien. Auch die B2B-Angebote des Verlages waren auf Dauer nicht wettbewerbsfähig. Darüber hinaus wurden eine Reihe von Einzelprojekten ohne klare strategischen Zielsetzung, Business-Planung oder Erfolgskontrolle verfolgt.

Neben diesen strategischen Herausforderungen diagnostizierte wdp eine Reihe von operativen Problemen im Digitalgeschäft. Es fehlte ein übergreifendes KPI-Reporting, die Abstimmung der relevanten Abteilungen war mangelhaft, und eine Reihe von operativen Problemen (z.B. im SEO-Bereich) blockierte den organischen Reichweitenausbau.

Projektergebnis und Kundennutzen:

Der Kunde verfügte über eine klare und fundierte Einschätzung der gegenwärtigen Situation und der bestehenden Potentiale. Ihm lag eine begründete Entscheidungsvorlage zur Fokussierung auf die potentiell reichweitenstarken Portale vor.

Darüber hinaus kannte der Verlag nun konkrete Maßnahmen, um das Digitalgeschäft in seiner Reichweite zu optimieren und vorhandene Umsatzpotenziale zu erschließen.

Der Organisationsvorschlag von wdp ermöglichte ihm, intern die erforderlichen Kompetenzen für einen erfolgreichen Betrieb des Digitalgeschäfts aufzubauen.

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