IT Due Diligence eines marktführenden Softwareanbieters im öffentlichen Sektor

Unser Kunde hatte einen auf die öffentliche Verwaltung spezialisierten Softwarebetreiber als potentielles Target identifiziert und beauftragte im Rahmen einer umfassenden Due Diligence wdp mit der Überprüfung der IT. Ziel war es, den Status Quo sowie künftige Potentiale und Risiken aufzuzeigen und diese für Branchenfremde verständlich in einem Red Flag Report aufzuarbeiten.

Herausforderung:

Der Softwareanbieter hatte sich über einen langen Zeitraum einen großen fachlichen Vorsprung gegenüber potentiellen Wettbewerbern erarbeitet und war mit seinem Produkt unangefochtener Marktführer im öffentlichen Sektor. Der Kundenstamm des Unternehmens war konservativ und wenig flexibel. Dies hatte unter anderem zur Folge gehabt, dass Innovationen und Produktentwicklungen im Unternehmen nur zögerlich umgesetzt wurden. Die Software basierte zum Zeitpunkt der Due Diligence noch auf latent veralteten Technologien, ein größeres Update auf neue Technologien und Systeme stand kurz bevor. Daraus ergab sich konkret die Fragestellung, ob diese Aktualisierung tatsächlich positiv zu bewerten war, oder ob eventuell eine mangelnde Vorbereitung bzw. ein hoher Anpassungsaufwand auf Behördenseite den existierenden Kundenstamm gefährden konnten.

Des Weiteren war das geplante Update intern ein ausgesprochen umfassendes Projekt, für dessen Umsetzung spezifische Kompetenzen, klar definierte Rollen und Prozesse sowie umfangreiche technische Voraussetzungen vonnöten waren. Auch diese galt es im Rahmen der IT DD zu prüfen.

Eine besondere Herausforderung lag darin, dass für die DD angeforderte Dokumente im Unternehmen nicht vorhanden waren und ein großer Teil der prüfrelevanten Informationen über Management-Interviews generiert werden mussten. Die gewonnenen Erkenntnisse sollten im Anschluss so aufbereitet werden, dass sie für Personen ohne tiefgreifende IT-Kenntnisse verständlich waren und als Entscheidungsgrundlage für die mögliche Akquise dienen konnten.


Vorgehen:

Zunächst erstellte wdp einen Katalog mit diversen Prüfkriterien, die unter anderem auf die Architektur, Leistung und Skalierbarkeit der Software, das Lizenzmodell, Sicherheitsaspekte, USPs, geistiges Eigentum, Kosten sowie organisatorische und prozessuale Gegebenheiten abzielten.

Diese Kriterien wurden durch Tiefeninterviews mit Geschäftsführung und Technischer Leitung des Softwareanbieters, eine Bestandsaufnahme vor Ort sowie diverse Datenauszüge abgeprüft. Daraus leitete wdp bestehende und mögliche künftige technische, finanzielle, personelle und marktspezifische Risiken ab.

Projektergebnis und Kundennutzen:

Das Target war im Ergebnis sehr gut aufgestellt. Der potentielle Investor konnte davon ausgehen, dass Betrieb und Weiterentwicklung der Software auch künftig sichergestellt waren. Es zeigte sich, dass beide Unternehmen im Falle einer Akquise von großen Synergieeffekten im Hinblick auf Expansionen und Vernetzung innerhalb des öffentlichen Sektors profitieren konnten.

Diese Erkenntnisse sowie alle weiteren IT-bezogenen Potentiale und Risiken wurden von wdp in einem Red Flag Report mit einer detaillierten Bewertung zusammengefasst.

Dem Kunden lag somit eine belastbare und verständliche Entscheidungsgrundlage vor, die es der Geschäftsführung ermöglichte, einen qualifizierten Entschluss für oder gegen einen Erwerb des Softwareanbieters zu treffen.

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